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TIROLER TAGESZEITUNG Nr. 91, Donnerstag, 19. April 2007, KULTUR & MEDIEN, Seite 17

Bilder der Umarmung
und der Ausgrenzung
Der in Wien lebende Tiroler Michael Hedwig ist ein Menschenmaler.
In der Innsbrucker Hofburg zeigt der 50-Jährige neue Bilder.

INNSBRUCK (schlo). Die Handschrift des in Wien lebenden Osttiroler Malers Michael Hedwig ist unverkennbar. Menschen sind sein Thema, keine speziellen, nicht Mann oder Frau, sondern der Mensch schlechthin. In neuerdings teilweise durch klassische architektonische Elemente strukturierten Friesen lässt er seine schemenhaft abstrahierten Figuren sich fast mustrig verschlingen, ein- bzw. untergehen in der anonymen Masse. Nur Ablehnung oder Umarmung signalisierende Gesten assoziieren ein Zugehen auf andere oder Ein-sich-Verschließen vor diesen. Aufgehängt sind diese Bilder an zeitlos gültigen Themen aus der klassischen Mythologie oder aus der Bibel.
In der Innsbrucker Hofburg zeigt der 50-Jährige neue Bilder, die - wie gewohnt - in einem eigenartigen pastelligen Kolorit mit trockenen Farben auf große Leinwände oder kleinere Papiere gemalt sind.

Kaiserliche Hofburg, Innsbruck: bis 1. Mai, täglich 9 - 17 Uhr



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